Glasfaserausbau in Bühlertann geht in die nächste Runde

Der flächendeckende Glasfaserausbau im Landkreis Schwäbisch Hall schreitet weiter voran. Nachdem der Ausbau der sogenannten „Weißen Flecken“ in Bühlertann bereits erfolgreich umgesetzt wurde, beginnt nun die nächste Etappe: Mit dem symbolischen Spatenstich am 30. Juli 2026 im Teilort Fronrot fiel der offizielle Startschuss für den Ausbau der „Grauen Flecken“.

Im Rahmen des Förderprogramms erhalten künftig rund 275 Gebäude einen direkten Glasfaseranschluss. Erschlossen werden Adressen, die bislang mit weniger als 250 Mbit/s versorgt sind und damit die Voraussetzungen der aktuellen Förderrichtlinien erfüllen.

Zum Baustart begrüßte Bürgermeister Florian Fallenbüchel Vertreter des Zweckverbands Breitband Landkreis Schwäbisch Hall, des Planungsbüros seim & partner, des Tiefbauunternehmens Aytac Bau, des Anbieters NetCom BW sowie Vertreter des Bundes und des Landes Baden-Württemberg.

„Mit dem Ausbau investieren wir gezielt in die Zukunft unserer Gemeinde. Eine leistungsfähige Glasfaserinfrastruktur stärkt unseren Wohn- und Wirtschaftsstandort gleichermaßen und schafft die Voraussetzungen für die digitale Entwicklung der kommenden Jahrzehnte. Ich freue mich, dass wir dieses wichtige Projekt gemeinsam mit so erfahrenen Partnern umsetzen können“, betonte Bürgermeister Florian Fallenbüchel.

Für das Projekt werden rund 13,5 Kilometer neue Glasfasertrassen verlegt. Darüber hinaus entstehen ein PoP-Standort sowie 38 Netzverteiler (NVT), die künftig die Versorgung der angeschlossenen Gebäude sicherstellen.

Die Tiefbauarbeiten sollen nach aktueller Planung bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Anschließend wird das Netz an die NetCom BW übergeben. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2028 vorgesehen.

Das Gesamtinvestitionsvolumen für den Ausbau der hell- und dunkelgrauen Flecken beträgt rund 6,2 Millionen Euro. Bund und Land tragen den Großteil der Kosten: Der Bund fördert das Projekt mit rund 3,1 Millionen Euro (50 Prozent), das Land Baden-Württemberg beteiligt sich mit rund 2,5 Millionen Euro (40 Prozent). Der Eigenanteil der Gemeinde Bühlertann liegt bei rund 0,6 Millionen Euro und beträgt damit zehn Prozent der Gesamtkosten.

„Der geförderte Glasfaserausbau zeigt, wie Bund, Land und Kommunen gemeinsam die Digitalisierung vor Ort voranbringen. Mit der Förderung schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass auch Kommunen wie Bühlertann langfristig von einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur profitieren können“, erklärte Martin Papendieck vom Projektträger aconium.

Katharina Manthey, Referentin des Ministeriums des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg, ergänzte: „Glasfaser ist die Infrastruktur der Zukunft. Mit der Förderung unterstützen wir die Kommunen dabei, gleichwertige digitale Lebens- und Arbeitsbedingungen im ganzen Land zu schaffen. Der Ausbau in Bühlertann ist ein weiterer wichtiger Baustein auf diesem Weg.“

„Mit jedem weiteren Ausbauprojekt kommen wir unserem Ziel einer flächendeckenden Glasfaserversorgung im Landkreis einen Schritt näher. Gemeinsam mit Bund, Land, unseren Kommunen und den beteiligten Unternehmen schaffen wir eine Infrastruktur, die den steigenden Anforderungen der Digitalisierung auch langfristig gerecht wird“, erklärte Heinz Kastenholz, Geschäftsführer des Zweckverbands Breitband Landkreis Schwäbisch Hall.

Weitere Informationen zum Glasfaserausbau finden Interessierte unter www.breitband-sha.de.

Feierlich werden in Bühlertann die Spaten gestochen,  v.l.n.r.:

Martin Papendieck (stellvertretender Leiter des Regionalbüros Stuttgart des Projektträgers aconium), Nina Grau (Leiterin der Kämmerei Bühlertann), Philipp Schaffert (Projektleiter NetCom), Bürgermeister Florian Fallenbüchel, Heinz Kastenholz (Geschäftsführer Zweckverband Breitband), Mehmet Ates (Bauleiter von Aytac Bau), Katharina Manthey (Referentin des Ministeriums des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg)